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The History of Sound: Echo einer Liebe — Reviews & Analyse (Spoiler!)

The History of Sound: Echo einer Liebe — Reviews & Analyse (Spoiler!)

Apr 18, 2026 • 25min 22s

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⚠️ ACHTUNG SPOILER: Diese Folge bespricht den Plot inklusive Schluss. Ursprünglich war der Auftrag „nur Reviews ohne Spoiler“ — aber NotebookLM hat aus den ausführlichen Quellenrezensionen den kompletten Handlungsbogen rekonstruiert. Wer den Film noch sehen will, sollte hier abbrechen.

Oliver Hermanus’ „The History of Sound“ (2025) hat das Internet vor der Premiere in helle Aufregung versetzt — und die Kritikerwelt anschließend in zwei verhärtete Lager gespalten. Eine queere Liebesgeschichte mit Paul Mescal und Josh O’Connor, Cannes-Premiere, sechs Minuten Standing Ovations, Palme-d’Or-Nominierung. Erwartet wurde ein Brokeback-Mountain-Nachfolger mit großer Geste. Bekommen hat das Publikum etwas radikal anderes.

Diese Folge fragt: Warum spaltet der Film die Kritiker so heftig? Was lehrt uns die klobige Edison-Phonographen-Technik der 1920er Jahre über die Flüchtigkeit von Liebe? Und welche unbequemen ethischen Fragen wirft das Sammeln von Volksmusik in marginalisierten Gemeinschaften auf?

Wir starten 1917 am New England Conservatory in Boston — ein Synesthetiker aus Kentucky, ein weltgewandter Kompositionsstudent, eine sofortige Anziehung. Der Erste Weltkrieg trennt sie, drei Jahre später treffen sie sich wieder für eine gemeinsame Reise durch das eiskalte Maine, um aussterbende Folk-Songs auf Wachswalzen zu archivieren. Diese Walzen — exakt zwei Minuten, temperaturempfindlich, fragil — werden zur zentralen Metapher des Films: Liebe lässt sich genau wie Schall nicht greifen.

Die Folge analysiert die filmische Zurückhaltung, die Sight & Sound „zaghaft“, Little White Lies „keusch“ nannte — und stellt sie der bewussten Regie-Entscheidung von Hermanus gegenüber, der nach „Moffie“ eine queere Utopie statt eines weiteren Trauma-Dramas drehen wollte. Ist es nicht radikaler, zwei Männern im Jahr 1920 einfach mal einen glücklichen Sommer zu gönnen?

Im zweiten Teil geht es um die Folk-Songs als heimlichen Dialog (Silver Dagger, Across the Rocky Mountain, The Unquiet Grave), um die ethische Grauzone des Song-Sammelns auf einer Insel kurz vor der Zwangsräumung — und um die Anekdote, dass das Casting ursprünglich genau umgekehrt geplant war: Mescal sollte David spielen, O’Connor Lionel. Hermanus hat die Rollen kurzfristig getauscht.

Das letzte Drittel führt zu Davids Suizid, dem Zeitsprung ins Jahr 1980 und Chris Coopers verheerendem Auftritt als alter Lionel — der nach Jahrzehnten eine vergessene Wachswalze findet, auf der David ihm seine letzte Botschaft hinterlassen hat.

Quellen: Wikipedia, Screen Daily, Little White Lies, Sight & Sound (BFI), Cineaste Magazine sowie zwei ausführliche Hermanus-Interviews auf YouTube.

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Albrecht's Own Podcast @albrechts_podcast@castopod.sliplane.app Apr 18, 2026
25:22 The History of Sound: Echo einer Liebe — Reviews & Analyse (Spoiler!)
Apr 18, 2026
The History of Sound: Echo einer Liebe — Reviews & Analyse (Spoiler!)
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