Stillstand an der Spitze: Zehn Jahre Dieselskandal – Die Wahrheit über Winterkorn, Harte Urteile und 75.000 Seiten Justizakten
Ep. 04

Stillstand an der Spitze: Zehn Jahre Dieselskandal – Die Wahrheit über Winterkorn, Harte Urteile und 75.000 Seiten Justizakten

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Die strafrechtliche Aufarbeitung des VW-Dieselskandals bildet das komplexe und weitreichende Thema dieser Beschreibung. Im Zentrum steht das Landgericht Braunschweig als zentraler juristischer Schauplatz, der seit 2015 die Verfahren gegen Manager und Führungskräfte des VW-Konzerns führt.

Die juristische Auseinandersetzung ist geprägt von einer beispiellosen Komplexität, die in der deutschen Rechtsgeschichte herausragend ist. Mindestens 101 Beschuldigte wurden ermittelt, wobei über 60 Personen angeklagt oder verurteilt wurden.

Wir analysieren das erste abgeschlossene Hauptverfahren (175 Verhandlungstage über fast vier Jahre) gegen vier Ex-VW-Manager, die im Mai 2025 wegen gewerbs- und bandenmäßigem Betrug verurteilt wurden. Zwei der Verurteilten erhielten unbedingte Freiheitsstrafen.

Ebenfalls beleuchtet wird das Schicksal der zentralen Figur, des ehemaligen VW-Konzernchefs Martin Winterkorn, gegen den Anklage wegen Betrug, Marktmanipulation und Falschaussage erhoben wurde. Sein Verfahren musste jedoch im Juli 2025 aufgrund längerfristiger Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt werden (§ 205 StPO), was die Klärung der Verantwortung an der Konzernspitze auf unbestimmte Zeit vertagt.

Zudem sind noch vier weitere Strafverfahren mit insgesamt 31 Angeklagten am Landgericht Braunschweig anhängig, was verdeutlicht, dass die juristische Aufarbeitung zehn Jahre nach Bekanntwerden des Skandals noch lange nicht abgeschlossen ist. (200 Wörter)

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